Förderprogramm Go-Digital angepasst

Beratungen zu Home-Office-Arbeitsplätzen, Videokonferenzen oder Groupware werden gefördert.

Das go-digital-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks bei der Digitalisierung.

Nun wurde die Förderung aufgrund der  Corona-Krise um einen, in diesen Zeiten wichtigen, Baustein erweitert: Unternehmen können ab sofort auch die Errichtung von Home Office-Arbeitsplätzen fördern lassen. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn zu diesem Zweck ist jetzt ohne Zuwendungsbescheid möglich.

In insgesamt drei mit einander kombinierbaren Modulen werden begünstigte Unternehmen von einem der über 1.000 autorisierten Berater, natürlich frei auswählbar, unterstützt:

Modul 1: Digitalisierte Geschäftsprozesse
Beispielsweise Home Office einrichten, Einführung von E-Business-Softwarelösungen für Gesamt- und Teilprozesse, z.B. Retourenmanagement, Logistik, Lagerhaltung, Bezahlsysteme.
Ziel: Arbeitsabläufe im Unternehmen möglichst durchgängig digitalisieren, sichere elektronische und mobile Prozesse etablieren.

Modul 2: Digitale Markterschließung
Entwicklung einer unternehmensspezifischen Online-Marketing-Strategie, Aufbau einer professionellen, rechtssicheren Internetpräsenz (mit Web-Shop, Social-Media-Tools, Content-Marketing).
Ziel: Beratung zu vielfältigen Aspekten eines professionellen Online-Marketings und Umsetzung der empfohlenen Leistungen.

Modul 3: IT-Sicherheit (Pflichtmodul)
Risiko- und Sicherheitsanalyse bestehender/geplanter IKT-Infrastruktur, Initiierung/Optimierung betrieblicher IT-Sicherheitsmanagementsysteme.
Ziel: Vermeidung von Schäden/Minimierung der Risiken durch Cyberkriminalität

Die Berater sind verpflichtet, den Förderantrag für das Unternehmen zu stellen, markt- und produktneutral zu beraten und Unternehmen von der Beratung bis zur Umsetzung zu begleiten. Eine Erstberatung rund über das Programm durch einen Go Digital Berater ist möglich.

Aufgrund der Dringlichkeit gibt es vorrübergehende Änderungen im Beantragungsprozess (zum Thema Home Office).  Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn beim Thema Home Office ist möglich. KMU müssen nicht wie bei den anderen Modulen etwa 8 Wochen auf den Zuwendungsbescheid warten, sondern gemeinsam mit dem go-Digtial Berater einen Antrag über das Portal easy-Online einreichen. EuroNorm prüft kurz den Antrag und bestätigt den Eingang. Nach Eingangsbestätigung kann die Beratung beginnen.

Natürlich sind vom Unternehmen ein paar Bedingungen zu erfüllen (Auszug):

  • weniger als 100 Mitarbeiter (auf Vollzeitäquivalente bezogen),
  • im Jahr vor dem Vertragsabschluss einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzen.

Blick in den Ablauf einer Beratung
Christopher Schroer vom Unternehmen firstbyte digital consulting in Engelskirchen und autorisierter go-digital-Berater gibt einen Praxisblick: "Das Programm umfasst ab sofort eine Analyse der Prozesse und Handlungsempfehlungen; die Begleitung von Aufbau, Einrichten und Customizing einer zugehörigen Hard-/Software sowie eine zwingende IT-Sicherheitsberatung durch einen go-digital Berater. Von der Förderung aktuell ausgeschlossen sind reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware. Für die schnelle Erreichung von Home Office-Lösungen ist eine Priorisierung der Förderanträge für die genannten Maßnahmen vorgesehen, so dass Unternehmen und Berater nicht die regulären acht Wochen bis zur Zuwendungsbestätigung warten müssen."

Weitere Informationen zum Förderprogramm go-digital gibt es auf der Website des BMWi.

Die regionalen, autorisierten go-digital-Berater findet man auf der Berater-Karte des BMWi(filterbar nach den Modulen) 


Quelle: IHK Köln



[Stand 3/23/2020]

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