Everything-as-a-Service statt hohem eigenen Invest? (22.01.2020)

Hype-Erscheinung mit kurzer Halbwertszeit oder säkularer Trend für den Mittelstand?
 
Termin: 22.01.2020, 12:00 bis 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven, Konrad-Adenauer-Straße, 53754 Sankt Augustin
Veranstalter: deutsche medienakademie GmbH in Kooperation mit Fraunhofer IAIS

Das Internet verstärkt auch in der Wirtschaft den Trend, Dinge nicht mehr zu besitzen, zu investieren oder selbst zu machen, sondern sie zu mieten – so die immer häufiger gehörte These. Die Befürworter von Everything-as-a-Service- gehen davon aus, dass bestimmte Hilfsmittel und -prozesse in einem Geschäft effizienter und günstiger als Service-on-Demand von Dritten übernommen werden können – sofern sie nicht zu jenen Teilen der Wertschöpfung gehören, die zu den Kernkompetenzen zählen. – Das würde große Chancen für mittelständische Unternehmen bedeuten.

„Schuster bleib bei deinen Leisten“ ist ein altes Sprichwort. Es zielt nicht nur auf die Fokussierung auf angestammte Geschäftsfelder, sondern auch auf die Konzentration auf Kernkompetenzen innerhalb eines Geschäftsfeldes ab. Allerdings sind dabei einige Fragen zu beantworten, wie z. B.

  • Was sind die Kernkompetenzen? Beispielsweise etwa die herkömmliche Produktentwicklung oder klassische Fertigungsprozesse? Zählen digitalisierte Bestandteile von Prozessen, z. B. Cloud statt eigener IT, KI-as-a-Service bei Predictive Analytics oder das Handling von Big Data im CRM dann nicht zu den Kernkompetenzen?
  • Welche Strukturen sind erforderlich, um das unternehmerische Geschäfts- und Organisationsmodell stabil aufzustellen?
  • Ist dieser Trennungsprozess unumkehrbar oder könnte er ggf. revidiert werden, wenn sich denn herausstellen sollte, dass die als Service fremdbezogenen Wertschöpfungskomponenten doch immer mehr zu Kernkompetenzen werden?

Fokussierung als zentrale Vokabel – was in großen Konzernen häufig längst Standard ist, kann auch Mittelständlern Vorteile bringen. Ein mögliches Plus an Kosten und Qualität, Sicherheit, Stabilität und Skalierbarkeit kann jedoch nur erreichen, wer die externen Services so managen kann, als wären es eigene Dienste. Je näher es an den geschäftlichen Kern geht, umso besser muss verstanden werden, wieviel Mikromanagement nötig ist und wo Ängste um den Kontrollverlust dominant zu werden drohen.

Auf der anderen Seite kann sich ein Unternehmen auch fragen, was es selbst anderen „as-a-Service“ anbieten kann. Hier bieten sich neue Möglichkeiten der Erweiterung des klassischen Geschäfts, für die auf viele bereits bestehende Kernkompetenzen zurückgegriffen werden kann.

In diesem Experten-Roundtable des Fraunhofer IAIS und der deutschen ict + medienakademie soll es in erster Linie um praktische Beispiele aus verschiedenen Unternehmen gehen. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Szenarien und die Realisierung von Use Cases in der mittelständischen Wirtschaft.

Quelle mit weiteren Informationen und Anmeldung: deutsche medienakademie GmbH




[Stand 11/14/2019]

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